Rechtsschutz für Vermieter

Streit um eine Nebenkostenabrechnung, eine Kündigung oder eine Räumung gehört für viele Vermieter irgendwann zur Realität. Der Vermieterrechtsschutz übernimmt die Kosten für Anwalt und Gericht in solchen mietrechtlichen Auseinandersetzungen.

Welche Streitfälle typischerweise abgedeckt sind

  • Streit um die Betriebs- oder Nebenkostenabrechnung
  • Kündigung wegen Eigenbedarfs oder Zahlungsverzugs
  • Räumungsklage gegen einen Mieter
  • Auseinandersetzungen über Mängel am Mietvertrag oder an der Mietsache
  • Schadenersatzforderungen aus dem Mietverhältnis

Mietrecht als eigener Schwerpunkt

Nicht jede Rechtsschutzversicherung deckt mietrechtliche Streitigkeiten automatisch ab. Ein spezieller Vermieterrechtsschutz ist gezielt auf diesen Bereich zugeschnitten und übernimmt Rechtsstreitigkeiten rund um den Mietvertrag, die bei einer allgemeinen Privatrechtsschutzversicherung oft ausgeschlossen sind.

Selbstbeteiligung und Wartezeit

Wie bei anderen Rechtsschutzversicherungen gilt auch hier meist eine Wartezeit, bevor ein Rechtsschutzfall erstmals gemeldet werden kann, üblicherweise drei Monate. Die vereinbarte Selbstbeteiligung reduziert die Prämie, erhöht aber im Streitfall den Eigenanteil. Beide Werte sollten vor Vertragsabschluss bewusst gewählt werden, nicht nur nach dem günstigsten Beitrag.

Deckungssumme: wie hoch sollte sie sein?

Die Deckungssumme bestimmt, bis zu welcher Höhe Anwalts- und Gerichtskosten je Rechtsschutzfall übernommen werden. Bei mehreren vermieteten Einheiten oder einem Mehrfamilienhaus kann ein einzelner Rechtsstreit schnell mehrere Instanzen durchlaufen, weshalb eine ausreichend hohe Deckungssumme wichtiger ist als ein niedriger Jahresbeitrag.

Verhältnis zu anderen Vermieterrisiken

Der Vermieterrechtsschutz ersetzt weder die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht noch die Mietausfallversicherung. Alle drei Bausteine decken unterschiedliche Situationen ab und ergänzen sich in der Praxis: Haftpflicht für Schäden Dritter, Mietausfall für entgangenen Mietertrag nach einem Sachschaden, Rechtsschutz für die Kosten eines Rechtsstreits. Mehr zur Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht.

Häufige Fragen

Reicht meine private Rechtsschutzversicherung für Mietstreitigkeiten aus?

Oft nicht vollständig. Viele private Rechtsschutzversicherungen schließen mietrechtliche Streitigkeiten als Vermieter aus oder begrenzen sie stark. Ein eigener Vermieterrechtsschutz schließt diese Lücke.

Wie lange dauert die Wartezeit beim Vermieterrechtsschutz?

Üblich sind drei Monate nach Vertragsbeginn, bevor ein Rechtsschutzfall erstmals gemeldet werden kann.

Deckt der Vermieterrechtsschutz auch eine Räumungsklage ab?

In der Regel ja, sofern der Fall innerhalb der Deckungssumme und der vertraglichen Bedingungen liegt. Details unterscheiden sich je nach Tarif.

Sind Sie im Streitfall rechtlich abgesichert?

Starten Sie den Versicherungscheck und lassen Sie Ihren Rechtsschutzbedarf prüfen.

Kostenlos · Unverbindlich · Produktneutrale Beratung

Nach oben scrollen